Google+ Strategie: Googles soziales Netzwerk effektiv nutzen

Von Axel Zawierucha • Montag, 6. Februar 2012, 15:03 Uhr • Kategorie: Google+, Social Media Marketing

Nachdem wir uns letzte Woche mit dem Thema Facebook Strategie beschäftigt haben, geht es heute um die Frage: wie sieht es eigentlich bei Google+ aus? Gerade im Hinblick auf Google Search Plus Your World erkennen immer mehr Online Marketing Verantwortliche die Bedeutung des Netzwerkes. Welche Strategien lohnen sich für Googles soziales Netzwerk und was sollte unbedingt vermieden werden?

Anzahl der Kontakte als Erfolgskriterium?

Während viele Experten sich einig sind, dass eine große Anzahl inaktiver Fans bei Facebook keinen echten Mehrwert bringt und hohe Zahlen eher dem Image nutzen als die Umsätze steigern, lässt sich für Google+ nicht die gleiche Aussage treffen. Mit „Search Plus Your World“ reichert Google die Suchergebnisse für eingeloggte Nutzer weiter mit persönlichen Ergebnissen an, die sowohl aus dem bisherigen Surfverhalten, als auch aus den eigenen Dokumenten und Links bei Google+ und den Aktionen und Dokumenten der Kontakte generiert werden. In den USA zeigt sich schon jetzt, welch große Unterschiede zwischen personalisierten Suchergebnissen und generellen Ergebnissen anonymer Benutzer bestehen. Eine große Anzahl an Kontakten bedeutet also eine höhere Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Es lohnt sich also durchaus, ein möglichst großes Netzwerk bei Google+ aufzubauen.

Zu beachten ist jedoch, dass Google zukünftig mit Sicherheit zwischen verschiedenen Kontakten differenzieren wird. Das Agent Rank Patent gibt einen Ausblick darauf, was kommen könnte: Nicht jedem+1 Klick wir die gleiche Bedeutung beigemessen. Genauso werden sicherlich die Inhalte aller Kontakte unterschiedlich gewertet. Interaktionen sowie die tatsächliche Beziehung zwischen zwei Kontakten könnten künftig in die Bewertung einfließen.

Google+ verstehen und die Zielgruppe erreichen

Die Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Social Media Strategie ist das Wissen darüber, was auf den jeweiligen Netzwerken überhaupt möglich ist. Sinnvoll ist es immer, wenn Marketingverantwortliche die sozialen Netzwerke selbst kennen und praktisch nutzen. Für Google+ bedeutet dies, sich mit den verschiedenen Möglichkeiten und Funktionsweisen des Netzwerks zu beschäftigen. Wichtig ist außerdem, sich mit der Interaktion der eigenen Zielgruppe auf Google+ zu befassen. Es genügt nicht, regelmäßig Inhalte auf Google+ zu teilen. Wichtig ist auch, die Bedürfnisse der Zielgruppe zu verstehen. Wie interagieren die Nutzer, über welche Inhalte tauschen sie sich aus? Welche Erwartungen haben sie an eine Unternehmensseite?

Etikette und Effektivität: Do’s und Don’t bei Google+

Aaron Friedman fasst auf search engine land die wichtigsten Richtlinien zusammen, die beim Umgang mit Google+ beachtet werden sollten.

  • Wichtig ist vor allem einzigartiger, hochwertiger und hilfreicher Content.
  • Wie schon für Facebook empfohlen, ist auch für Google+ das Verständnis der Nutzer eine wichtige Grundvoraussetzung.
  • Abhängig von ihren Interessen sollten die Kontakte in sinnvolle Kreise eingeteilt werden, um mit jeder Zielgruppe individuell passende Informationen teilen zu können.
  • Kontakte sind immer auch Menschen und sollten auch als solche behandelt werden.
  • Individuelle und aussagekräftige Nutzerbilder sind für das Nutzerprofil wichtig.


Diese Punkte sollten unbedingt vermieden werden:

  • Das Kopieren von Inhalten ist zu vermeiden, sowohl aus Copyright-Gründen als auch aus Duplicate Content Sicht.
  • Das „Zuspammen“ von Kontakten oder das Teilen sinnloser Inhalte ist wenig hilfreich.
  • +1 Klicks sollten nicht gekauft werden.

Insgesamt sollte Google+ nicht weniger ernst genommen werden als jedes andere Social Media Netzwerk und jeder andere Online Marketing Kanal.

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