Klick und weg: Leserreisen mit Google Earth
Schätzungsweise 200 Millionen Nutzer brausen mit Google Earth auf unserem Planeten umher, und von jedem weiß Google die IP-Adresse. Aber nicht nur das plauderte Google-Earth-Chefentwickler Michael Jones kürzlich auf dem New Yorker Geospatial-Gipfel aus. Dort beschäftigte man sich damit, wie sich geografische Daten mehr als bisher mit weiteren Infos aufpeppen lassen.
Laut Jones sollen sich Leseratten demnächst am Monitor durch ihre literarischen Lieblingsorte klicken können. Derzeit digitalisiere Google für eine künftige “Büchersuche” Bücher, bei denen das Copyright abgelaufen ist.
Jones’ Team experimentiere damit, die Ortsangaben darin automatisch mit Google Earth zu verknüpfen, um sich bei der Lektüre umgehend vor Ort begeben zu können.
Auch umgekehrt soll das funktionieren: Markierungen in Google Earth sollen uns per Mausklick dann zur jeweiligen Textstelle in Googles Bücherregal führen. Käme ein Schauplatz dabei in mehreren Büchern vor, arrangierte das System die Hinweise automatisch in einem Kreis um den Ort, verrät uns die ORF-futurezone.
Über einen Zeitstrahl sollen sogar Bücher einer bestimmten Epoche ausgewählt und ihre Schauplätze auf Google Earth angezeigt werden können.
Noch ist Googles “Globus der Literaturgeschichte”, wie ihn die österreichischen Kollegen tauften, nicht im Web verfügbar. Anschauen dagegen lässt sich bereits Handlungsreisen.de. Diese Webseite nennt sich einen “Online-Atlas, der die Handlungsorte der Literatur zeigt”. Hier jedoch setzt man auf Handarbeit, auf den Fleiß vieler Bücherwürmer, die ihre erlesenen literarischen Welten in dieses Kartenwerk eintragen.
