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So schließen Sie PayPal & Co. in Google Analytics aus

Shop-Anbieter, die Google Analytics nutzen, stehen seit kurzem häufiger vor dem Problem, dass eine Conversion nicht dem eigentlichen Marketing-Kanal wie etwa Google AdWords, sondern einem Zahlungsanbieter wie PayPal zugesprochen wird. Da relativ unwahrscheinlich ist, dass der Kunde auf den Seiten der externen Zahlungsanbieter erstmalig von Ihrem Online-Shop erfahren hat, verfälschen diese Verweise die Zahlen. Dies ist natürlich ärgerlich.

Wie Untersuchungen zeigen, ist es für Shop-Betreiber von essentieller Bedeutung eine große Auswahl an verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten anbieten zu können. Für jedem zweiten Online-Shopper spielen die angebotenen Zahlungsverfahren bei der Shop-Auswahl eine entscheidende Rolle. Auf E-Paymentanbieter zu verzichten ist für Shop-Betreiber demnach keine Lösung.

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So kommen die Zuweisungen in Google Analytics zustande

Die Zuordnung bei Google Analytics beruht auf dem Last-Cookie-Prinzip. Das bedeutet, dass bei der Conversionzuschreibung lediglich der letzte Kontakt berücksichtigt wird. Das Problem: Dieses Prinzip berücksichtigt den Kaufentscheidungsprozess des Kunden nur unzureichend, da den meisten Transaktionen mehrere Interaktionen vorgehen. Die Entscheidung für einen Kauf kann je nach Art des Produkts mitunter mehrere Tage oder sogar Wochen betragen und über mehrere Kanäle (organische Suche, AdWords, Social Media) fortläuft.

Die meisten Shop-Betreiber bieten Ihren Kunden verschiedene Zahlungsmöglichkeiten, darunter Lastschrift, Kreditkartenzahlung, Online-Banking und Bezahlsysteme wie PayPal an.
Wenn der Kunde via PayPal oder mit einem anderen Zahlungsanbieter bezahlt, verlässt dieser die Webseite des Online-Händlers. Nach der Bezahlung gelangt der Kunde anschließend wieder auf die Seite zurück und zur Bestellbestätigungsseite gelangt, wo in der Regel der E-Commerce-Tracking-Code eingebaut ist. Aus Sicht von Google Analytics hat also PayPal mit der Weiterleitung zur Zielseite den Kunden final zu einem Kauf überzeugt. Dieser Anbieter wird dann als Conversionquelle ausgegeben.

So schließen Sie externe Zahlungsanbieter in Google Analytics dauerhaft aus

Die gute Nachricht: Sie können Zahlungsanbieter als Verweis in Google Analytics auf Kontoebene relativ einfach und dauerhaft ausschließen, so dass den Conversions die richtige Quelle zugeordnet wird. Hierzu benötigten Sie jedoch Admin-Rechte. Stellen Sie im ersten Schritt also sicher, dass Sie für das betreffende Konto über die benötigten Rechte verfügen. Klicken Sie anschließend auf den Menüpunkt “Verwalten”. In der mittleren der drei Spalten finden Sie den Link “Tracking-Informationen” mit dem Unterpunkt “Verweis-Ausschlussliste”. Klicken Sie diesen an.

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Über den roten Button “+Verweisausschluss hinzufügen” können Sie nun die für Sie relevanten Zahlungsanbieter ausschließen, indem Sie die URL (paypal.com, paymill.com, sofort.com etc.) in das Feld eingeben. Klicken Sie auf „Erstellen“. Und das war’s.
Nach dem Ausschluss wird die Conversion nicht mehr dem letzten (Zahlungsanbieter), sondern dem letzten tatsächlichen Zugriff aufgeführt. Beachten Sie aber, dass ein rückwirkender Ausschluss der Daten nicht möglich ist. Ausschlüsse greifen erst nach der Erstellung. Das liegt daran, dass Google Analytics grundsätzlich keine nachträglichen Änderungen an den Zahlen vornimmt. Das bedeutet aber auch, dass Sie die Daten in dem Zeitraum des Ausschlusses nicht nachträglich wieder herstellen können. Daher sollten Sie die Verweis-Ausschlussliste immer mit Bedacht verwenden.

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie nach dem erfolgreichen Ausschluss noch vereinzelt Zahlungsanbieter vorfinden. Ursache hierfür sind die unterschiedlichen Cookie-Laufzeiten, die je nach Cookie zwischen wenigen Stunden und mehreren Monaten betragen können. PayPal beispielsweise gibt an, sowohl Sitzungs- als auch langlebige Cookies zu verwenden. Über die maximale Lebensdauer seiner Cookies gibt PayPal allerdings keine Auskunft. Der Bezahldienst sofort.com verwendet für die Conversion Tracking einen 30 Tage aktiven Cookie. Partner-Cookies sind sogar bis 90 Tage aktiv. Zwar können User jederzeit die Cookies und den Cache löschen. Erfahrungsgemäß macht dies jedoch nur ein Bruchteil der Internetnutzer. Shop-Anbieter müssen sich also etwas gedulden, bis alle externen Zahlungsanbieter vollständig aus Google Analytics ausgeschlossen sind.

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