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Den User besser verstehen: Warum Usability für Ihre Webseite so wichtig ist

Usability ist mit „Gebrauchstauglichkeit“ übersetzbar und beschreibt die Fähigkeit, ohne Schwierigkeiten zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Eine optimale Usability bedeutet, dass ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Webseite genau die ihr erdachte Aufgabe erfüllt.
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Auf einer Webseite kann dies je nach Intention ein abgeschlossener Kaufvorgang, die Bereitstellung von relevanten Informationen oder die Stärkung der eigenen Brand etc. sein. Die Usability ist mitentscheidend darüber, ob und inwiefern sich die Besucher mit Ihren Webseiteninhalten beschäftigen oder zu einer anderen Webseite weiterziehen. Es ist ein wichtiger Faktor beim Punkt Kundenzufriedenheit und Webseitenqualität.

Der User möchte geführt werden

Eine gute Webseite erleichtert dem User die Handhabung dieser. Sie ermöglicht dem User schnell an das gewünschte Ziel zu kommen. Gerade bei der Usability zählt: „Der Weg ist das Ziel“, jedoch in einem anderen Sinne. Studien belegen, dass der User nicht darüber nachdenken möchte, wie er etwas auf einer Webseite machen soll. Er möchte an die Hand genommen werden und nicht mühselig nach bestimmten Elementen suchen müssen und die Webseite „für sich entdecken“.

Er möchte vielmehr intuitiv auf das gewünschte Ziel (Kaufvorgang abschließen, Dokument downloaden, gewünschte Informationen finden) kommen – und das am besten sofort. Die angebotenen Inhalte müssen im Sinne der positiven User Experience selbsterklärend sein.

Dies ist auch einer der Gründe warum Anleitungs-Artikel und Videos, so genannte „How-to“, so gut im Netz funktionieren und zu den meist gelesenen Artikeln bzw. angeschauten Videos gehören.

Die Sache mit der Konkurrenz

Die fehlende Bereitschaft, auf einer Webseite einfach so zu verweilen, ist einerseits der Marktsituation und andererseits der knappen Zeit beim User geschuldet. Gerade in der Onlinewelt ist der Mitbewerber nur ein Klick entfernt. Statt die gesamte Einkaufsstraße wieder hinaufzulaufen, muss der User im Internet lediglich eine URL in das Browserfenster eingeben, um an den gewünschten Ort zu gelangen.

Die wachsende Konkurrenz im Netzt führt dazu, dass Ihre Webseite von der ersten Sekunde an überzeugen muss. Nur wenige Unternehmen haben das Glück von ihrem Angebot her (Dienstleistung, physisches Produkt, digitales Produkt wie Apps) „alternativlos“ zu sein. In diesem Fall sind die User auch bereit, sich zur Not mit einer Webseite „abzumühen“. Doch die Realität sieht in der Regel anders. Zumeist ist solch ein Alleinstellungsmerkmal meist nicht von langer Dauer. Innovative Geschäftskonzepte werden von Mitbewerbern schnell kopiert und weiterentwickelt. Dies hat zur Folge, dass Unternehmen, die bis dato in Ihrer Nische allein am Markt vertreten waren, sich plötzlich in einer Wettbewerbssituation wiederfinden und um die Gunst der User buhlen müssen.

Usability wird damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Gut aufbereitete und schnell auffindbare Webseiteninhalte vermögen es den User zu überzeugen und die Conversion auf Ihrer und nicht auf einer Konkurrenzseite durchzuführen.

Eine gute Usability sorgt für ein gutes Image

Der erste Eindruck entscheidet. Dies trifft auf Webseiten genauso zu wie auf andere Bereiche des Lebens. Ihre Webseite ist Ihr virtuelles Schaufenster im Internet. In vielen Fällen stellt der Besuch auf der Webseite für Neukunden der erste Kontaktpunkt dar.

Viele Webseitenbetreiber sind sich nicht bewusst, dass nicht selten die User von der Webseite auf das gesamte Unternehmen schließen. Eine schlechte Webseite kann sich folglich negativ auf das gesamte Unternehmensbild auswirken. Nicht aktualisierte Inhalte und sonstige Fehler (nicht anklickbare Inhalte, nicht angezeigt Bilder etc.) führen unter Umständen dazu, dass auf die gesamte Qualität des Unternehmens geschlossen wird. Der User wird sich vielleicht fragen, ob das Unternehmen überhaupt in der Lage ist, einen guten Service anzubieten, wenn dieses noch nicht mal einfache Dinge auf der Webseite in Ordnung bringen kann. Auch wenn diese Vermutung in der Regel nicht stimmt, zeigt dieses Szenario, welche Folgen eine schlechte Usability für Webseite haben kann.

Usability ist mehr als nur ein hübsches Design

Die Herausforderung beim Webseitendesign liegt darin, dass sich kaum ein anderes Medium so schnell verändert wie das Internet. Auch das Webdesign entwickelt sich weiter und ist Trends unterworfen. Ein gutes Webseitendesign spricht den User sofort an und reagiert auf verändertes User-Verhalten.

Doch Webseiteninhalte sollten nicht nur hübsch aussehen, sondern erfüllen ebenfalls einen bestimmten Nutzen. In der Realität herrscht ein großer Unterschied zwischen der Vorstellung darüber, wie Webseiten genutzt werden sowie dem tatsächlichen Umgang damit. Wenn Webseitenbetreiber und Webdesigner die Webseite skizzieren, haben Sie ein bestimmtes Bild vor Augen. Auch ist die Vorstellung verbreitet, dass die User alle Inhalte genau studieren. Dies ist jedoch ein Irrtum.

In Wahrheit schauen sich die User eine Seite (zunächst) nur flüchtig an. Sie überfliegen die Texte und klicken auf den ersten Link, der für sie interessant erscheint oder den Eindruck macht, dem gesuchten Ziel am nächsten zu kommen. Die Konsequenz: Ein großer Teil der Seite wird von Ihren Usern nicht aktiv wahrgenommen.

Wie ein User eine Webseite liest, hängt wesentlich von seiner Zielabsicht ab. Er konzentriert sich auf Wörter und Redewendungen, die zum persönlichen Interesse passen, so genannte Reizwörter. Findet er diese nicht auf der Webseite, dann kann diese noch so schön gestaltet sein und vermeintlich informative Inhalte enthalten. Slider, Bildergalerien und Videos werden nur dann angeschaut, Buttons angeklickt, Texte gelesen und PDF-Dokumente heruntergeladen, wenn diese aktiv zur Zielerfüllung führt.

Usability schließt technische Performance mit ein

Neben der grafischen Gestaltung ist die technische Aufbereitung ein wesentlicher Aspekt von Usability. Große Bilder, Videos, interaktive Grafiken und andere Bewegelemente sehen optisch zwar schick aus, erhöhen die Ladezeit jedoch signifikant. Das Problem: Nicht jedem Nutzer steht eine schnelle Internetverbindung zur Verfügung. Eine optimale Ladezeit ist jedoch in zweifacher Weise wichtig. Zum einen verringert eine geringe Ladezeit die Gefahr, dass der User die Geduld verliert und die Webseite wieder verlässt. Zum anderen wird die Seitenladezeit ein immer wichtig werdender Rankingfaktor für die Suchmaschinen.

SEO und Usability – ein starkes Team

SEO sorgt für den notwendigen Trafficstrom über die organischen Suchergebnissen. Doch sollte Ihr Augenmerk nicht alleinig auf die Besuchergewinnung liegen. Bei fehlender Nutzerfreundlichkeit sind Ihre Besucher zeitnah wieder weg und das in der Regel ohne zu konvertieren. Wenn Sie sich im Bereich OnPage alleinig auf SEO konzentrieren, dann verschenken Sie viel Potenzial.

Andererseits, wenn Sie sich nur auf Usability konzentrieren, erreichen Sie einen bedeutend kleineren Kreis an Besuchern, die zwar gut konvertieren, doch aufgrund der geringen Menge bspw. nicht genügend Umsatz bringt, um das Unternehmen dahinter finanziell tragen zu können.

Sich für Usability zu entscheiden heißt nicht automatisch SEO abzuschreiben. Wer denkt, SEO dient lediglich dazu, bei Google in den organischen Suchergebnissen auf Platz 1 zu ranken und Traffic auf die Webseite zu lenken, der denkt zu kurz. Neben einer guten Platzierung in den organischen Suchergebnissen zielen SEO-Maßnahmen darauf ab, dafür zu sorgen, dass sich die User auf der Webseite zurechtfinden. Dies hat es mit der Usability gemeinsam.

Klassische OnPage SEO-Maßnahmen sind beispielsweise:

  • übersichtlichen Seitenstruktur
  • logische Navigation
  • Breadcrumbs und HTML- Sitemap
  • Paginierung
  • Vermeidung von 404 Fehlerseiten

Bei genauer Betrachtung wird klar, dass diese Punkte gleichzeitig die Navigation der User entscheidend verbessert. Es gibt also durchaus größere Schnittstellen zwischen beiden Online Marketing Disziplinen, die sich nicht widersprechen. Gute SEOs und User Experience Manager wissen um diese enge Verbindung und sorgen dafür, dass sich alle Elemente der Webseite sinnvoll ergänzen.

Eine fortlaufende Optimierung ist ein Muss

Fehlende Usability fällt in der Regel erst dann auf, wenn erwartete Conversions ausbleiben. Nachbesserungen sind teuer oder im Extremfall nicht mehr durchführbar. Darum sollten Sie bereits beim Launch oder Relaunch Ihrer Webseite auf eine gute User Experience achten.

Das heißt aber nicht, dass wenn Ihre Webseite einmal steht, Sie sich nicht weiter um die Optimierung dieser kümmern bräuchten. Wenn Sie Ihre Webseite regelmäßig analysieren, was wir Ihnen empfehlen, und Ihnen Missstände auffallen, dann sollten Sie natürlich aktiv werden und Optimierungen vornehmen. Bedenken Sie: Usability-Verbesserungen können signifikante Conversionsteigerungen mit sich führen.

Je nach Betrachtungsweise können Usability-Verbesserungen auch eine Conversion Senkung im positiven Sinne zur Folge haben. Ein Beispiel hierfür ist das Ausbleiben von Supportanfragen durch nichtzurechtfindende und unzufriedene Seitenbesucher zu nennen. Gerade Onlineshops oder andere Servicewebseiten können hiervon profitieren. Diese müssen weniger Mitarbeiter mit der Supportarbeit beauftragen bzw. können mit anderen Aufgaben betreut werden.

Testen, testen, testen

Beim Thema Usability gilt: Schließen Sie nicht von sich auf andere. Nur weil eine Webseite und dessen Elemente für Sie selbsterklärend ist, heißt das noch lange nicht, dass diese auch für Ihre Webseitenbesucher gilt. Gerade Webentwickler und andere Fachexperten machen aufgrund Ihres Fachwissens diesen Fehler.

Sie werden wahrscheinlich des Öfteren Situationen erleben, bei denen der User sich nicht so verhält wie Sie es möchten, obwohl Sie den Newsletter-Anmelde-Button direkt vor seiner Nase unübersehbar platziert haben. Hier gilt es: testen, testen und nochmals testen.

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Was wir für Sie tun können

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