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Rankingfaktoren bei Bing

Auch wenn Google auf dem Suchmaschinenmarkt nach wie vor die Nase deutlich vorne hat, eine gute Position in den unbezahlten Suchergebnissen von Bing kann einen deutlichen Traffczuwachs bedeuten. Laut Aussage von Microsoft sind Besucher, die über die Bing-Suche auf die Seite gelangen besonders für E-Commerce Seiten wichtig, denn sie zeigen eine 11% höhere Kaufbereitschaft als der durchschnittliche Googlenutzer sowie sogar eine 31% höhere Kaufbereitschaft als der allgemeine durchschnittliche Nutzer im Web.

Es ist also durchaus sinnvoll, sich auch mit der Suchmaschinenoptimierung für Bing zu beschäftigen und sich nicht ausschließlich auf Google zu konzentrieren. Grundsätzlich gelten für Bing zu einem großen Teil die gleichen Richtlinien, die auch bei der Optimierung für Google bekannt sind. Einige grundlegende Unterschiede gibt es dennoch. Kürzlich gab Duane Forrester, Senior Produktmanager bei Bing, im Interview Auskunft über positive und negative Rankingfaktoren bei Bing. Die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich zur Google-Optimierung sollen im Folgenden kurz zusammengefasst werden.

Technische Aspekte

Eine der wichtigsten Voraussetzungen besteht darin, die Seite für den Crawler optimal zugänglich zu machen. Mit Hilfe einer gut stukturierten Navigation sowie einer robots.txt kann dies sichergestellt werden. Hilfreich sind auch XML-Sitemaps (siehe Abschnitt Sitemaps weiter unten) sowie eine nutzerfreundliche URL-Struktur. Real-URLs, die Keywor ds enthalten, sind zum Beispiel URLs mit Session-IDs oder docIDs vorzuziehen. Cloaking ist unbedingt zu vermeiden.

Im Unterschied zu Google spielen Ladezeiten für das Ranking bei Bing keine Rolle. Die Begründung leuchtet ein: eine Seite mit einer langen Ladezeit kann durchaus relevantere und hilfreichere Inhalte für die Suche eines Nutzers enthalten als eine Seite mit einer kurzen Ladezeit. Wobei Googles Ansatz, lange Ladezeiten wegen der geringeren Nutzerfreundlichkeit als negativ zu bewerten, ebenso nachvollziehbar ist. Der direkte Zusammenhang zwischen der Qualität eines Suchergebnisses und seiner Performance fehlt in jedem Fall und so werden lange Ladezeiten von Bing nicht bestraft.

Sitemaps

Bing empfiehlt sowohl die Erstellung einer XML-Sitemap als auch einer HTML-Sitemap, um dem Crawler den Zugang zu allen Unterseiten zu erleichtern. Wichtig ist hier, dass die Sitemap aktuell und vollständig ist (besonders Produkt- und Artikelseiten sollten in der Sitemap erfasst sein) und wenig Fehler aufweist. Redirects sowie Seiten mit den Statuscodes 404 oder 500 werden negativ gewertet und sollten nicht über 1% liegen. Bei einer größeren Anzahl von Fehlern wird die Sitemap als wenig vertrauenswürdig und damit wenig relevant gewertet.

Inhalt und Keywords

Bing legt großen Wert auf qualitativ hochwertigen und einzigartigen Content sowie eine nutzerfreundliche logische Struktur. Eine Keywordrecherche kann hier helfen, die Inhalte aus Nutzersicht zu sehen. Duplicate Content, minderwertige Inhalte sowie Rich-Media Inhalte wie Flash sollten dagegen vermieden werden. Um zu beurteilen, ob eine Website hochwertigen Content bietet, ist für Bing die Reaktion der Nutzer auf die Seite wichtig. Wurden die Bedürfnisse und Fragen der Nutzer zufriedenstellend beantwortet? Was macht die Seite besser als andere und was ist ihr Alleinstellungsmerkmal?

Seitentitel und Beschreibung

Analog zu den Richtlinien für Google sollte jede Seite einen individuellen Title erhalten, in dem die wichtigsten Keywords möglichst an den Anfang  gestellt werden. Der Title sollte zudem weniger als 65 Zeichen lang sein. Auch die Beschreibung sollte individuell sein und die wichtigsten Keywords enthalten.

Linkaufbau

Beim Aufbau von Backlinks sind auch für Bing die Linktexte wichtig. Sie sollten relevante Keywords enthalten. Social Media Buttons zählen zum Beispiel zu den empfohlenen Möglichkeiten, natürliche Links zu erhalten, indem Nutzern das Teilen der Inhalte erleichtert wird. Linkfarmen, gekaufte Links sowie Three-Way-Linking sind zu vermeiden. (Mit Three-Way-Linking wird eine kettenähnliche Verlinkung dreier Seiten bezeichnet: Seite A verlinkt auf Seite B, Seite B verlinkt auf Seite C, Seite C verlinkt auf Seite A.) Zum Thema Links insgesamt ist wichtig zu wissen, dass Bing den Backlinks einen geringeren Wert beimisst als Google. Laut Forrester wird den Links nur die dritthöchste Priorität beigemessen. Wichtiger sind der Content sowie Social Media Aktivitäten.

Markups

Bing empfiehlt die Verwendung der Markups von schema.org. Durch das Einbetten von Tags kann der Inhalt für die Suchmaschinen besser verständlich strukturiert werden. Die Vielzahl verfügbarer Tags umfassen zum Beispiel Tags für Bilder, Videos oder Rezepte.

Social Media und RSS-Feeds

RSS-Feeds sowie Social Media Buttons werden von Bing positiv gewertet. Laut Duane Forrester sparen RSS-Feeds den Suchmaschinen Zeit und Kosten und zählen darum zu den bevorzugten Methoden neue Inhalte zu finden. Neuer Content kann so schneller indexiert werden. In den Bing Webmastertools kann der RSS-Feed gespeichert werden. Auch Social Media Aktivitäten werden von Bing hoch gewertet. Empfohlen werden hier eine hohe Qualität sowie die Verwendung relevanter Links.

Übrigens bescheinigten amerikanische Statistiker Bing eine höhere Erfolgsquote im Hinblick auf den Prozentsatz der Suchen, nach denen tatsächlich auch ein Suchergebnis aufgerufen wird– zu lesen auf SEO-United. Die Optimierung für Bing lohnt also allemal!

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