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Social Media Marketing: So nutzen Sie Twitter effektiv

Twitter nutzen viele Unternehmen bereits als festes Kommunikationsmittel. Unternehmen nutzen den Mikrobloggin-Dienst gerne, um mit ihren Kunden zu verschiedenen Themen zu kommunizieren sowie bei Bedarf Produktinformationen bereitzustellen.

Doch warum teilen wir unsere Gedanken, Meinungen und Botschaften in 140 Zeichen mit? Die Antwort ist simple: Die Aufmerksamkeitsspanne wird immer kürzer – zumindest online. Schuld daran seien die ständige Weiterentwicklung der Medien und die Bereitstellung von immer mehr Informationen, erklären Forscher. Sobald wir ein Browserfenster oder eine App öffnen, werden wir mit zahlreichen Informationen konfrontiert. Das Gehirn schützt sich vor dieser Flut mit der Verkürzung der Aufmerksamkeitsspanne. Mit dieser Praxis kann es in kürzerer Zeit mehr, zumindest oberflächlich, Informationen aufnehmen. Diesen Umstand macht sich Twitter zunutze. Informationen werden verkürzt

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie die 140 Zeichen auf Twitter für Ihre Kundenkommunikation am effektivsten nutzen können.

Von der Schwierigkeit, gehört zu werden

Twitter ist ein schnelllebiges Medium. Durch die Masse an Tweets, ist es sehr schwer, dass der eigene Tweet von den Followern gelesen wird. Online Marketing Manager sprechen hier von einem Grundrauschen, das es zu überwinden gilt. Je höher die Konkurrenz, desto schwieriger wird es für Sie hervorzustehen.

Twitter ist ein Konversationstool. Es sollte eine Art Dialog zustande kommen. Wer nur online geht, um seinen eigenen Content zu verbreiten und dann wieder offline geht, wird kaum Erfolg haben. Daher gilt es auch bei Twitter strategisch vorzugehen.

Erstellen Sie einen Redaktionsplan

Bei Twitter sollten Sie auf einen Redaktionsplan setzen. Mit diesem Tool behalten Sie den Überblick. Dieser hilft Ihnen dabei, kontinuierliche Inhalte für Ihre Social Media Kanäle zu erstellen und diese effektiv zu planen. Eine Ausnahme bilden tagesaktuelle News und die Teilnahme an Events, von denen Sie direkt via Twitter berichten können.

Ihr Twitter-Redaktionsplan sollte mindestens folgende Informationen beinhalten:

  • Thema
  • Inhalt (reiner Text, Text mit Bild, Text mit Infografik etc.)
  • Veröffentlichungstermin(e)
  • Autor (wenn mehrere Personen Ihren Twitter-Kanal betreuen)
  • Linkziel

Um den höchstmöglichen Überblick zu haben, empfiehlt es sich, den jeweiligen Projektfortschritt mitanzugeben. Mögliche Planungsschritte sind:

  • In Planung
  • In Arbeit
  • Kontrollphase
  • Final

So setzen Sie Hashtags (#) gezielt ein

Um neue Follower zu bekommen, müssen Sie auf Twitter erst gefunden werden. Was viele vergessen: Twitter ist eine Suchmaschine und die Hashtags fungieren als Suchbegriffe. Der Hashtag bildet im Bereich Social Media die wichtigste Entwicklung der letzten Jahre. Mit diesen lassen sich Inhalte kategorisieren sowie Trends, Inhalte und Ideen erkennen.

Ein Hashtag kann sich direkt auf die Sichtbarkeit des Tweets auswirken und sorgt dafür, dass Ihr Tweet von jedem Twitter-User gefunden werden kann. Gleichzeitig bieten Tweets mit Hashtags Ihren Followern einen Mehrwert, da Sie ihnen branchenspezifische Informationen zukommen lassen.

So optimieren Sie Ihre Hashtags:

  1. Nutzen Sie etablierte Hashtags, die oft gesucht werden. Um herauszufinden, welche Hashtags auf Twitter gesucht werden, können Sie beispielsweise die aktuellen Trends untersuchen.
  2. Setzen Sie Hashtags dosiert ein. Mehr als zwei Schlagworte sollten sie pro Tweet nicht verwenden. Andernfalls kann Ihr Tweet als Spam angesehen werden.
  3. Nutzen Sie kurz und einprägsame Hashtags. Der Hashtag #rotesKleidmitRüschen  beispielsweise ist zu lang.

Der ideale Mix aus eigenen Inhalten, Retweets und Antworten

Mit welchen Inhalten sollte der eigene Twitter-Kanal idealerweise gefüllt werden? Mit welchen Inhalten erreiche ich die meisten meiner Follower? Die auf Social Media Marketing spezialisierte amerikanische Agentur New Media Force nahm sich dieser Fragen an und untersuchte Twitter dahingehend genauer.

Das Ergebnis: Am erfolgreichsten sind die Kanäle, die einen Viertel eigenen Content enthalten, zu einem Viertel aus Antworten bestehen, die sich auf andere Tweets beziehen etwa 35 Prozent Retweets beinhalten sowie zu 15 Prozent aus fremden Content zusammengesetzt sind.

Als eigener Content gilt bspw. ein Link zum eigenen Blog oder einen eigenen Kommentar zu einem bestimmten Ereignis oder Event, welches Sie besucht haben. Direkte Antworten können Danksagung für Erwähnung und Fragen an einen anderen User sein. Fremder Content meint Links zu einer externen Webseite wie Newsportale, Partnerunternehmen etc.

Retweeten Sie statt Tweets zu favorisieren

Retweeten Sie fleißig. Retweets haben den Vorteil, dass Sie durch diese mehr Aufmerksamkeit gewinnen. Anders als Favorisierungen, fallen Retweets ins Auge. Ein gelber Stern schneller zu übersehen als einen ganzen Tweet. Ebenso verlieren Tweet ihre Viralität.

Setzen Sie nicht Twitters „Favorisieren“-Funktion mit Facebooks „Gefällt mir“-Funktion gleich. Beide haben unterschiedliche Funktionen. Das Favorisieren auf Twitter dient eher des Bookmarkings. Anders als bei Facebook, bei dem die „Gefällt mir“-Aktivität im Newsfeed Ihrer Fans oder Freunde erscheint, wird die Favorisierung von den meisten Followern nicht wahrgenommen. Man kann also überspitzt sagen, dass wer Tweets favorisiert, diese Tweets nicht mit seinen Followern teilt.

Ein mehr an Aufmerksamkeit, die Retweets erzeugen können, erfolgt auf zweifacher Weise. Wird der eigene Tweet von einem Follower retweetet, wird Ihr Tweet und damit Sie und Ihr Twitter-Kanal Usern zugänglich, die Sie bislang nicht folgen, aber potenziell neue Follower sein können. Wenn Sie einen fremden Tweet retweeten, dann verschaffen Sie sich die Aufmerksamkeit des Tweet-Autors, den Sie Ihren Followern vorstellen.

Wenn Sie bereits retweeten, dann nutzen die Möglichkeit und kommentieren Sie diesen Retweet. Nicht nur bringen Sie damit Ihre eigene Persönlichkeit zum Ausdruck, auch erzeugen Sie mehr Interaktion. Der Großteil der Retweets erfolgt ohne Kommentierung. Ein Kommentar wiederum zeigt, dass der Retweeter sich mit dem Inhalt auseinander gesetzt hat.

Auch beim Retweeten gilt: Prüfen Sie jeden Link, bevor Sie diesen retweeten. Steckt hinter einem von Ihnen getweeteten Link Spam, dann kann dies auf Sie negativ zurückfallen. Wenn Sie von jemand anderes geretweetet worden sind, dann bedanken Sie sich.

Bilder, Infografiken – werden Sie medial

Nutzen Sie die Möglichkeit und fügen Sie Ihren Tweets, wenn passend, Bilder oder Infografiken hinzu. Bilder und Infografiken zeigen Ihren Followern nicht nur auf einprägsame Art, über welche Kompetenzen Ihr Unternehmen verfügt, auch sorgt die Bebilderung für mehr Sichtbarkeit.

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Bild 1: Die Sichtbarkeit von Tweets

Schauen Sie sich den Screenshot nochmal genauer an. Haben Sie beim Runterscrollen den Tweet über das Affiliate-Partnerprogramm wahrgenommen oder sind Ihnen fast ausschließlich die Bilder aufgefallen?

Da Sie auf die Platzierung der Tweets anderer keinen Einfluss nehmen können, können Sie auch nicht festlegen, welche Tweets vor und nach Ihren erscheinen. Mit Bildern und Infografiken können Sie aber dafür sorgen, dass Ihr Tweet so weit wie möglich auffällt.

Das sind die besten Zeiten für Tweets

Twittern Sie nicht einfach darauf los, sondern planen Sie Ihre Tweets geschickt. Die Zeit, bei der Sie einen Tweet versenden, ist maßgeblich mitentscheidend, wie viele Ihrer Follower Ihren Tweet lesen.

Bei der zeitlichen Platzierung von Tweets gibt es zwei Ansätze: 1. Twittern, wenn viele Leute auf der Plattform aktiv sind, 2. Twittern, wenn weniger Leute aktiv sind. Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile. Sie sollten sich vor allem an folgender Richtlinie halten: Seien Sie auf Twitter aktiv, wenn Ihre Follower online sind. Je mehr Twitter-Kanäle Ihre Follower verfolgen, desto mehr Tweets werden diesen angezeigt. In diesem Fall ist es umso wahrscheinlicher, dass diese Follower ältere Tweets nicht wahrnehmen.

Doch nicht immer ist es möglich, zu diesen Zeiten, an denen Ihre Follower auf Twitter online sind, selber auf dem Mikroblogging-Dienst aktiv zu sein. Das müssen Sie aber auch nicht. Mit Tools wie Hootsuite und Buffer können Sie Ihre Tweets zeitlich vorplanen sowie die besten Zeiten speziell für Ihre Tweets analysieren lassen.

Analysieren Sie Ihre Tweets

Der Kurznachrichtendienst bietet eine eigene Statistik-Funktion an. Dieses Feature ist zwar nicht so umfangreich wie andere kostenpflichtige Tools, dieses bietet Ihnen aber einen guten Überblick über die allgemeine Performance Ihrer Twitter-Aktivitäten.

 

 

 

Bild 2: Erfahren Sie mehr über die Performance Ihrer Tweets

Nutzen Sie diese Möglichkeit und analysieren Sie Ihre Twitter-Aktivität. Wenn Sie sehen, wie Ihre Tweets performen, dann können Sie an richtiger Stelle optimieren. Twitter selber gibt Ihnen Auskünfte über folgende Entwicklungen:

  • Anzahl der Tweets: Die Höhe der in einem Monat gesendeten Tweets.
  • Tweets-Impressionen: Wie oft die Tweets von den Followern gesehen werden.
  • Profilbesucher: Die Anzahl der User, die Ihr Profil besuchen.
  • Erwähnungen: Die Anzahl der Erwähnungen in fremden Tweets.
  • Follower: Die Anzahl der Follower die Ihnen auf Twitter folgen.
  • Top-Tweet: Derjenige Tweet, der die meisten Impressionen bekommen.
  • Top-Erwähnung: Derjenige Tweet, der am meisten Interaktionen bekommt.
  • Top-Follower: Derjenige Follower, der Sie am intensivsten verfolgt.

Wie wir Ihnen helfen können

Schöpfen Sie bereits das Potenzial aus, das Twitter Ihnen bietet? Unsere erfahrenen Social Media Manager unterstützen Sie bei der Kontoerstellung, erarbeiten gemeinsam mit Ihnen Erfolgsstrategien und pflegt Ihren Twitter-Kanals. Kontaktieren Sie uns.

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