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User | Session | Hit – So ziehen Sie die richtigen Schlüsse mit Google Analytics

Google Analytics stellt eines der populärsten Instrumente der Webanalyse dar. Das von Google kostenfrei zur Verfügung gestellte Programm ermöglicht jedem Webseitenbetreuer, die Leistung der eigenen Seite zu analysieren. Auf Grundlage der ermittelten Daten und dem Abgleich der gesetzten Ziele können Änderungen an der Website vorgenommen werden, um die gewünschte Performance zu erreichen und weiter zu verbessern.
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Google Analytics bietet zur Einordnung der erhaltenen Werte definierte Scopes (zu deutsch Umfänge) an, die Sie bei der Webanalyse nutzen. Damit Sie die Daten richtig auswerten und effektive Maßnahmen herleiten können müssen Sie wissen, was die einzelnen Scopes abbilden.

google-analytics-logo

Abbildung 1: Google Analytics – das meistgenutzte Webanalyse Tool

Wir möchten Ihnen in diesem Blog die Scopes User (Nutzer), Session (Sitzung) und Hit (Ereignis) detailliert erklären. Jede Dimension von Google Analytics wird einer Scope zugeordnet. Die korrekten Definitionen sind dabei Grundlage vieler Berichte und bilden die Voraussetzung für eine richtige Interpretation der Daten.

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Webanalyse mit Google Analytics

Bevor Sie Google Analytics für Ihre Website überhaupt verwenden können, müssen Sie sich bei Google Analytics anmelden und ein Konto für Ihre Website erstellen. Sie bekommen ein JavaScript-Code, den Sie in den Quellcode Ihrer Seite einbauen müssen. Denken Sie dabei bitte unbedingt an die korrekte Umsetzung des Datenschutzes. Andernfalls droht Ihnen eine teure Abmahnung. Eine entsprechende Anleitung finden Sie in unserem Blogartikel Google Analytics Basiskonfiguration.

Google erfasst nun die einlaufenden Zahlen und stellt Ihnen diese innerhalb von 24 Stunden zur Verfügung. Mit den vordefinierten Berichten können Sie die Werte individuell vergleichen und miteinander in Verbindung setzen. Beispiele für untersuchbare Größen sind z.B. Seitenaufrufe, Sitzungen, Absprungrate, Zeit auf Seite und die Conversion-Rate.

Bevor Sie sich jedoch dazu entscheiden, Google Analytics zur Webanalyse zu nutzen, sollten Sie für sich definieren, welche Ziele Ihre Website verfolgt und mit welchen Parametern diese Ziele mess- bzw. analysierbar sind. Doch übereilen Sie Ihre Schlussfolgerungen nicht, denn nur die richtige Anwendung der Dimensionen stellt eine korrekte Auswertung sicher!

User in Google Analytics – Besuchertypen richtig einteilen

Ein User ist eine Person, die eine Website öffnet und somit im Sinne von Google Analytics eine Sitzung startet. Der verwendeten IP-Adresse des Users wird dabei ein First Party Cookie angehängt, sodass der User beim ersten Besuch als „New Visitor“ (neuer Besucher) und bei jedem folgenden Besuch als „Returning Visitor“ (wiederkehrender Besucher) gezählt wird. Der Cookie, der dem User nach dem ersten Besuch gesetzt wird, bleibt 2 Jahre nach dem letzten Besuch aktiv. Besucht der Nutzer also nach 2 Jahren und 2 Wochen erstmals wieder Ihre Seite, wir er als neuer User gewertet.

Gleiches passiert, wenn der User seine Cookies löscht oder bei mobilen Anwendungen die App zunächst deinstalliert und dann wieder aktiviert. Sollte Ihr User mit drei verschiedenen Browsern Ihre Webseite öffnen (z. B. Microsoft IE, Mozilla Firefox und Google Chrome), so werden jeweils neue Cookies gesetzt und der Besucher jedes Mal als Neu identifiziert.
Neben einer reinen Traffic-Höhe ist der Anteil an wiederkehrenden Usern ein wichtiges Indiz für ein anhaltendes Interesse seitens des Nutzers für Ihre Website. Aus diesem Grund sollten Sie dieser Kennzahl besondere Aufmerksamkeit schenken.

Darstellung von neune- und wiederkehrenden Nutzern in Google AnalyticsAbbildung 2: Darstellung in Google Analytics | Neue- und wiederkehrende User

Zudem werden in der Scope vom Benutzer auch noch weitere Eigenschaften an Google gesendet und gespeichert. Dazu gehören beispielsweise:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Land
  • Stadt

Diese Eigenschaften zählen zu den userbasierten Dimensionen, die dem entsprechenden Nutzer zugeordnet werden.

Session – mit dem Öffnen der Website startet die Sitzung

Eine Sitzung (session) beginnt mit dem ersten Öffnen einer Website bzw. mit dem ersten Hit eines Users, der der Session zugeordnet werden kann. Eine Sitzung entspricht der Summe aller Interaktionen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums durch den User auf Ihrer Website stattfinden. Die Session ist im bildlichen Sinne ein großer Behälter, in dem alle Aktionen gesammelt werden. Es gilt:

  • Eine Sitzung hat genau einen User, kann aber mehrere Ereignisse beinhalten.
  • Ein Nutzer kann eine oder mehrere Sitzungen auf einer Webseite haben und in jeder Sitzung ein oder mehrere Ereignisse auslösen.
  • Eine Sitzung kann nicht mehrere Nutzer haben.
  • Ein Nutzer (identifiziert über Cookie) kann mehrere Sitzungen durchführen.

Darstellung einer Session / Sitzung für Google AnalyticsAbbildung 3: Visualisierung einer Session | Quelle: support.google.com

Zu den übermittelten sessionbasierten Dimensionen, die einer Session zugeordnet werden, zählen:

  • Quelle
  • Medium

Wann wird die Session beendet? Eine Sitzung endet per Definition von Google nach 30 Minuten Inaktivität, also wenn der User innerhalb einer halben Stunde keinen weiteren Seitenaufruf, Klick oder sonstige Aktion auf Ihrer Website tätigt.
Weiterhin wird eine Sitzung wird immer am Ende eines Tages, pünktlich zur Geisterstunde um 23:59:59 Uhr, beendet. Sollten Sie also zu später Zeit noch auf einer Website surfen, kann es sein, dass Ihre Sitzung als zwei Sitzungen bei Google Analytics erfasst wird.

Also dritte und letzte Möglichkeit wird Ihre Sitzung dann geschlossen, wenn Sie über eine neue Kampagne (Änderung des Channels) auf die Webseite zugreifen. Dabei ist egal, ob aktuelle Sitzung noch aktiv war. Eine Ausnahme bildet lediglich der Zugriff über direct.

Hit – Interaktionen des Users mit Ihrer Webseite

Sprechen wir von einem Hit bzw. von einem Ereignis auf der Website, dann sind damit die Aktivitäten auf der Website und die Interaktionen mit den Elementen auf der Website gemeint. Typische Hits sind:

  • Seitenaufruf
  • Seitentitel
  • Einstiegsseite
  • Ereigniskategorie
  • Klicks Button (z.B. auf DRUCKEN-Button, auf einen Link oder ein Formular
  • Scrolltiefe

Diese Eigenschaften zählen alle zu den hitbasierten Dimensionen, die an Google übermittelt werden.
Da die Interaktion von Elementen (Klick auf Buttons, Scrolltiefe) keinen neuen Seitenaufruf hervorruft, werden sie als einzelnes Ereignis gewertet und im Gegensatz zu Seitenaufrufen nicht automatisch gezählt. Stattdessen müssen Sie Anpassungen an Ihrer Website vornehmen, um die Nutzung bestimmter Elemente der Seite zu untersuchen. Die können Sie mit Universal Analytics durchführen oder ein Event-Tracking im Google Tag Manager einrichten.

Jedes Ereignis kann mit den vier Werten Kategorie, Aktion, Label und Wert ausgezeichnet werden, um die Interaktion der User bei der Darstellung in Google Analytics sauber aufzubereiten. Über das Ereignistracking können Sie Rückschlüsse auf die Interessen des Nutzers ziehen und die Positionierung von Klickelementen mit Call-to-Action und die Performance von thematisch unterschiedlichen Dokumenten untersuchen. Es ermöglicht Ihnen im Anschluss eine entsprechende Designanpassung auf Ihrer Website.

Hinweis für die Auswertung der Daten in Google Analytics

Bevor Sie mit der Auswertung der Daten beginnen, möchten wir Ihnen noch einen Tipp geben. Es ist nicht möglich alle Dimensionen und Metriken miteinander zu vergleichen. Während die Seitenaufrufe beispielsweise hitbasiert sind, sind eindeutige Seitenaufrufe sessionbasiert. Vorab definierte Ereignisse können daher zwar mit der Anzahl der Seitenaufrufe in Verbindung gebracht werden. Jedoch nicht mit den eindeutigen (einzelnen) Seitenaufrufen.

Google bietet Ihnen dafür ein tolles Tool an, mit dem Sie sofort testen können, welche Dimensionen und Metriken miteinander in Verbindung gebracht werden können und welche nicht. Der Dimensions & Metrics Explorer zeigt Ihnen unkompliziert jede Variante der Auswertung an.

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Was wir für Sie tun können

Sie möchten Google Analytics zur Erfolgskontrolle Ihrer Website nutzen und die resultierenden Zahlen als Grundlage für langfristige Analysen verwenden? Wir helfen Ihnen gerne, wenn Fragen zur Einrichtung, dem Einbau oder bei der Analyse auftreten. Kontaktieren Sie uns und wir werden Ihnen in der Webanalyse kompetent zur Seite stehen.

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