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Video SEO: Eine Video Sitemap erstellen

In den Suchergebnissen werden schon lange nicht mehr nur Websites angezeigt, sondern zum Beispiel auch Bilder, Produkte und natürlich Videos. Wenige Webseitenbetreiber wissen jedoch, dass die Suchmaschinenoptimierung nicht nur Textinhalte und Bilder betrifft, sondern sie mit Hilfe von Optimierungsmaßnahmen wie einer Video Sitemap die Indexierung und das Ranking ihrer Videos beeinflussen können – und das auch für Videos, die auf YouTube oder anderen Videoplattformen gehostet werden.

Video-Suchergebnisse

Schon Ende 2007 stellte Google die Video-Sitemaps vor, um Webmastern zu ermöglichen, alle Videoinhalte auf der Domain zu benennen und mit Metadaten zu versehen. Die Indexierung und das Ranking in der Google Videosuche sollte durch eine Video-Sitemap verbessert werden. Seit der Einführung der Universal Search hat diese Maßnahme besondere Bedeutung erhalten. Eine Sitemap hilft der Suchmaschine Videoinhalte zu erkennen. Mit Hilfe von schema.org können außerdem Metainformationen über die Videos festgehalten werden. Die Sitemap sorgt auch für ein Thumbnail in den Suchergebnissen, das dem Video eine höhere Aufmerksamkeit beschert.

Technische Voraussetzungen: das Problem mit den iFrames

Bevor die Video-Sitemap erstellt wird, gilt es einige technische Voraussetzungen zu erfüllen. Justin Hammack erläutert auf SEOmoz auf die wichtigsten Faktoren. Videos werden oft mit Hilfe von iFrames eingebunden, die jedoch bei der Indexierung durch die Suchmaschinen Probleme bereiten. Um den Suchmaschinen zu ermöglichen Videos zu crawlen, sollte daher das Standardformat zur Einbettung verwendet werden, das zum Beispiel auf YouTube und Vimeo noch immer ausgegeben wird.

Sitemap-Formate und Richtlinien

Google erkennt XML-Sitemaps in verschiedenen Formaten. Es ist jedoch sinnvoll, eine Sitemap auf der Grundlage des XML-Sitemap-Protokolls zu erstellen, da auch Big und Yahoo diese auswerten können. Weitere Informationen finden sich auf sitemaps.org.

Beim Erstellen einer XML-Sitemap sind einige Richtlinien zu beachten:

  • Die Sitemap darf höchstens 50.000 URLs enthalten. Eine reine Video-Sitemap darf nicht mehr als 50.000 Videoelemente enthalten.
  • In unkomprimiertem Zustand darf die Sitemap nicht größer als 50MB sein. Größere XML-Sitemaps müssen in mehrere kleinere Sitemaps aufgeteilt werden.
  • Die URL der Sitemap muss in UTF-8 codiert sein und für den Webserver lesbar sein, auf dem sie gespeichert ist.
  • Alle URLs müssen eine einheitliche Syntax aufweisen und dürfen keine Sitzungs-IDs enthalten.
  • Auch für unterschiedliche Sprachversionen sollten die URLs eindeutig sein. Unabhängig von der Sprache können diese URLs alle in eine Sitemap aufgenommen werden. Es ist nicht notwendig, eine Sitemap für jede Sprache zu erstellen.
  • Neben den URLs können Sitemaps auch Informationen über verschiedene Content-Typen enthalten, zum Beispiel Bilder, Videos oder mobile Inhalte. Abhängig von den Inhalten müssen verschiedene Namensräume in der Sitemap angegeben werden.
  • Für allgemeine URLs ist dies: xmlns=“https://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9“
  • Für Videos muss er lauten: xmlns:video=“https://www.google.com/schemas/sitemap-video/1.1“
  • Mit Hilfe spezieller Tags werden die Informationen über URLs oder andere Content-Typen spezifiziert.

Inhalte einer Video-XML-Sitemap

Für jedes Video in der XML-Sitemap müssen mindestens folgende Angaben gemacht werden, damit es in den Suchergebnissen angezeigt werden kann:

  • <video:video>: schließt alle Informationen über das Video ein
  • <video:title>: Titel des Videos; sollte dem Title Tag der Seite entsprechen
  • <video:description>: Beschreibung; sollte der Meta-Description der Seite entsprechen
  • <loc>: URL der Seite, auf der das Video wiedergegeben wird
  • <video:thumbnail_loc>: URL des Bildes für den Thumbnail (ein Bild in hoher Auflösung mit bis zu 1920×1080 Pixeln)
  • URL mit den Rohdaten des Videos (<video:content_loc>)oder die URL zum Flash Player für das Video (<video:player_loc>)

Möglich und sinnvoll sind außerdem folgende Angaben:

  • <video:duration>: Dauer des Videos in Sekunden
  • <video:expiration_date>: Datum, ab dem das Video nicht mehr zur Verfügung steht.

Optional können weitere Tags verwendet werden. Ein Überblick findet sich hier in der Webmastertools-Hilfe.

Unabhängig vom Dateiformat muss es möglich sein, auf alle Videos über https zuzugreifen. Google kann Videos in folgenden Dateitypen erkennen und crawlen:

  • Flash-SWF-Objekte
  • .mpg
  • .mpeg
  • .mp4
  • .mov
  • .wmv
  • .asf
  • .avi
  • .ra
  • .ram
  • .rm
  • .flv

Nicht unterstützt werden Metadateien, deren Quellen über Streaming-Protokolle heruntergeladen werden muss.

Einreichen der Video-Sitemap in den Webmastertools

Nach Erstellen der Sitemap ist es sinnvoll, diese in den Google und Bing Webmastertools einzureichen, um die Suchmaschinen davon in Kenntnis zu setzen. Nachdem die Sitemap gecrawlt wurde, werden eventuelle Fehler gemeldet.

Google-Webmastertools-Sitem

Gibt es mehr als eine XML-Sitemap, müssen diese nicht alle einzeln eingereicht werden. Es genügt, eine XML-Sitemap-Indexdatei zu erstellen und diesen in den Webmastertools einzutragen. Diese Indexdatei ist ähnlich einer normalen XML-Sitemap aufgebaut, enthält jedoch folgende XML-Tags:

  • <sitemapindex>: übergeordnetes Tag, das die Datei einschließt.
  • <sitemap>: ist dem Tag <sitemapindex> untergeordnet und ist jeder in der Indexdatei enthaltenen XML-Sitemap übergeordnet.
  • <loc>: ist dem Tag <sitemap> untergeordnet und gibt den Speicherort der jeweiligen XML-Sitemap an.
  • <lastmod>: optionales Tag, das das Datum der letzten Änderung angibt.

Auf SEOmoz weist Justin Hammack außerdem darauf hin, dass es nicht schaden kann, die Video-Sitemap außerdem in die robots.txt Datei einzutragen.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Suchmaschinenoptimierung Ihrer Videos? Wir unterstützen Sie gern bei der Erstellung einer optimierten XML-Sitemap. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

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