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Webseiten Relaunch: Diese 10 Punkte sollten sie unbedingt beachten

Ein Relaunch für eine Webseite kann unterschiedliche Gründe haben: Die Marketingabteilung wünscht sich eine neue Kundeansprache, die Webseite soll zielgruppenorientierter gestaltet werden oder man möchte der aktuellen Entwicklung nicht nachhängen und wünscht sich eine Webseite im responsive Design. Zusammengefasst: Man möchte im World Wide Web für potentielle Besucher und Suchmaschinen besser und schneller gefunden werden.

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Kein Webseiten Relaunch ohne SEO-Konzept

Oft wird der Fokus auf ein userzentriertes Design und die Inhalte der neuen Webseite gelegt, dabei werden suchmaschinenrelevante Themen häufig vernachlässigt. Ein Webseiten-Relaunch sollte nicht ohne ein vorher ausgearbeitetes SEO-Konzept umgesetzt werden. In fast allen Fällen bleibt es bei einem Webseiten Relaunch nicht nur bei designtechnischen Änderungen. Meist wird die neue Webseite auf eine neue Seitenarchitektur umgestellt und es ändert sich vor allem die URL-Struktur der Kategorien, Unterseiten und der Produktseiten oder es kommen neue Landingpages mit zusätzlichen Content hinzu.
Um keine bösen Überraschungen nach einem Webseiten Relaunch zu erleben, haben wir die wichtigsten Relaunch-SEO-Tipps für den erfolgreichen Neustart einer Webseite zusammengetragen.

Tipps für den Webseiten-Relaunch:

  1. In vielen Fällen lässt sich die Struktur der alten Seite nicht 1:1 auf die Struktur der neuen Webseite übertragen. Das ist vor allem relevant, wenn vor dem Relaunch keine oder nur eine schlechte Struktur der Seite vorhanden war. In diesem Fall sollten 301-Weiterleitungen für die entsprechenden Unterseiten der neuen Struktur erstellt werden. Hierfür lohnt es sich einen Weiterleitungsplan zu erstellen. Dieser enthält jede alte URL, die dann unter einer neuen URL erreichbar ist. Dazu kann beispielsweise die XML Sitemap der alten Seite in Excel importiert und hinter jede Seite die neue URL eingetragen werden. Vorausgesetzt die Sitemap ist auch aktuell und gibt die vollständige Struktur der Webseite wieder.Aus diesem URL-Mapping müssen dann Weiterleitungen mit dem Statuscode 301 erstellt werden. Das bedeutet, es handelt sich um eine permanente Weiterleitung, die Google auch als solche beachtet. Auf einem Apache Webserver kann eine Weiterleitung mittels der .htaccess Datei eingerichtet werden. Dafür muss das mod_rewrite Modul aktiviert sein. Diese Funktion ist bei den meisten Webhostern standardmäßig aktiviert. Damit eine 301-Weiterleitung aktiv wird, muss folgendes in den Quellcode der htaccess-Datei eingefügt werden:Redirect 301 /alte-url.html https://www.example.de/neue-url.htmlDas „Redirect 301“ am Anfang legt den zu übermittelnden HTTP-Statuscode fest. Danach wird der Pfad zu einem Dokument angegeben, welches weitergeleitet werden soll. In unserem Beispiel „https://www.example.de/alte-url.html“. Dahinter wird ein Leerzeichen eingefügt und die Ziel-URL eingetragen, auf die man die Suchmaschinen-Bots sowie die Besucher umleiten möchte. Bei mehreren und komplexeren Weiterleitungen kann man sich auch die htaccess-Befehle mithilfe eines kostenlosen Tools, wie dem htaccess Generator generieren lassen.Für weitere Informationen kann man die Search Console-Hilfe empfehlen.
  2. Für die neue Webseite sollte ein passendes Tracking-Konzept entwickelt werden. Wenn zum Beispiel neue Funktionen oder Webseiten-Features entwickelt wurden, müssen diese im neuen Tracking-System eingerichtet werden. Der Google Analytics-Code sollte vor dem Relaunch auf allen Seiten implementiert und getestet werden, damit die Besucher- & Nutzerdaten zur Verfügung stehen.
  3. Die Aktualisierung der Sitemaps ist gerade bei einem Relaunch sehr wichtig. Wenn sich viele URLs geändert haben, müssen diese auch in der neuen XML-Sitemap berücksichtigt und eingetragen werden. Zusätzlich sollte die aktualisierte Sitemap in der Google Search Console eingereicht werden, um die Indexierung der neuen URLs zu beschleunigen.
  4. Die Domain sollte auch nachdem Relaunch nur unter einer Webadresse erreichbar sein. Im nachfolgenden Beispiel ist die Startseite unter mehreren Seiten erreichbar:https://www.domain.de
    https://domain.de
    httpss://domain.de/
    httpss://www.domain.deIn diesem Fall müssen die Suchmaschinen-Bots und die Besucher per 301 Weiterleitungen auf die festgelegte Variante geführt werden. Das kann zum Beispiel www.domain.de sein.
  5. Wenn die neue URL Struktur oder eine neue Domain eingeführt wird, sollten auch möglichst die externen Verlinkungen auf die neuen URLs zeigen. Im Idealfall kontaktiert man die Webmaster der verlinkenden Domain und bitte sie ihre Linkangaben der alten URLs gegen die Neuen auszutauschen. Sollte dies nicht geschehen, müssen in jedem Fall die alten URLs auf die neuen URLs weitergeleitet werden. Hierdurch verhindert man das externe Links 404 Fehler verursachen und das die Linkkraft der externen Verlinkungen erhalten bleibt. Allerdings geht durch die Weiterleitung der alten URLs auf die Neuen, etwas Linkkraft verloren.
  6. Die Domain sollte in der Launch-Phase mit Googles Search Console überwacht werden. Hiermit lassen sich frühzeitig technische Probleme erfassen. Die Überprüfung der 404-Fehler sollte gerade bei Domains mit einer neuen Struktur und den damit einhergehenden neuen URLs in kürzeren Intervallen überwacht werden. So lassen sich schnell fehlerhafte oder bisher unbekannte URLs feststellen, für die noch keine Weiterleitungen existieren. Eventuell können beim Crawling-Vorgang der Suchmaschinen unvorhersehbare Probleme entstehen und beispielsweise sogenannte Server Timeouts verursachen. In den meisten Fällen gibt der Server einen 500 Error-Code zurück. Sollte dieser Statuscode öfters in der Search Console angezeigt werden, kann das unter Umständen dazu führen, dass die Domain nicht effizient gecrawlt wird. In der Launch-Phase gilt es, die Entwicklung der Indexierung und der Crawling-Statistiken stetig zu überwachen.
  7. Bevor eine Webseite live geschaltet wird, befindet sich diese in der Regel auf einer Testumgebung. Diese soll natürlich nicht für Suchmaschinen wie Google zugänglich sein und indexiert werden. Aus diesem Grund wird der Google Bot über die robots.txt ausgesperrt und zusätzlich das Robots-Meta-Tag auf „noindex“ verwendet. Damit verhindert man ein versehentliches Indexieren der Testumgebung bei Google. Sobald die neue Website live geht darf daher nicht vergessen werden diese Sicherheitsmechanismen wieder zu entfernen. Ansonsten wird die neue Domain nicht gecrawlt und keine URLs indexiert und die neue Website verliert schnell an Rankings.
  8. Bei einem Umzug der Domain müssen auch die URLs aller Bilder auf die neue Domain angepasst werden. Da auch Bilder in der Googles-Suche Rankings haben, sollten für diese auch 301 Weiterleitungen eingerichtet werden.
  9. Eine 404 Fehler-Seite sollte für die neue Domain eingerichtet werden. Ist eine alte URL nicht mehr verfügbar oder die URL wurde falsch eingegeben, gelangt der Besucher auf eine 404 Seite. Hier sollte aber auf die standardmäßige 404-Fehlerseite verzichtet werden. Auf einer optimierten 404-Fehlerseite kann der Besucher zum Beispiel auf weitere wichtige Inhalte der Domain geleitet werden. Viele Webseitenbetreiber geben den Besuchern die Möglichkeit direkt auf die Startseite oder die interne Suche zu navigieren. Für mehr Inspirationen steht hier eine Galerie von 50 Beispielen bereit.
  10. Onpage-Optimierung: auch die Meta-Daten wie Titel, Meta-Descriptions, Zwischenüberschriften und Alt-Tags sollten bei einem Relaunch nicht vernachlässigt werden. Durch die neue Struktur werden sich auch diese Daten ändern und müssen angepasst werden. Eine Überprüfung sollte daher vor dem Relaunch stattfinden. Folgende Punkte sollten dabei beachtet werden:
    • Sind auf jeder Seite individuelle Title und Meta-Descriptions vorhanden?
    • Enthalten diese die wichtigsten Suchbegriffe und einen CTA (Call-to-Action)?
    • Sind Überschiften (h1, h2, h3) richtig gesetzt und ausgezeichnet worden und enthält jede Seite eine h1 mit dem Haupt-Keyword?
    • Haben Bilder ein beschreibendes ALT-Attribut und einen beschreibenden Dateinamen?

    Metadaten mit SEO-Tools überprüfen

    Diese Angaben können mit gängigen SEO-Tools überprüft werden. So zum Beispiel mit Onpage.org, SISTRIX Optimizer oder mit dem kostenlosen Screaming Frog SEO Spider. Bei einer Vielzahl von Titeln und Meta-Descriptions kann dies sehr schnell unübersichtlich werden. Die Tools können dabei helfen, sehr schnell viele Meta-Daten auszuwerten. Es Zudem besteht die Möglichkeit Daten als CSV- oder Excel-Datei zur weiteren Bearbeitung zu exportieren. Am besten lässt man solch ein Tool vor dem Relaunch nochmal die neue Seite durchsuchen.
    Im Screenshot sehen wir das SEO-Tool „Screaming Frog SEO Spider“ und eine Auswertung der durchsuchten Webseite der internetwarriors. Hier wurden Meta-Descriptions gefiltert, die in den Google Suchergebnissen zu lang sind und abgeschnitten werden. Bei einem bevorstehenden Relaunch sollten diese angepasst werden.


    Quelle: Screaming Frog SEO Spider

Nach dem Relaunch ist vor dem Relaunch

Nicht immer kann man alle genannten Punkte berücksichtigen und es lässt sich auch nicht vermeiden, dass bei einem Relaunch keine weiteren Probleme auftreten. Die Weiterleitungen der alten auf die neuen URLs und die damit verbundene veränderte Seitenstruktur sollten den Suchmaschinen immer mitgeteilt werden. Hierbei kann Googles Search Console bei der Relaunch-Begleitung helfen. Das Monitoring und das Überprüfen von 404-Fehlerseiten und weiterer Crawling-Fehler sollten täglich durchgeführt und so schnell wie möglich angepasst werden.

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